Beteiligung auf der kommunalen Ebene ist durch ganz unterschiedliche Formate möglich. Auf dieser Seite werden kontinuierlich Informationen zu dem Thema zusammengetragen und wir freuen uns über Anregungen, Ideen und Hinweise zu weiteren Möglichkeiten.

Beteiligungsgremien


Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr beschäftigt sich mit allen Fragen bezüglich der Stadtplanung, baulichen Entwicklung der Stadt und des öffentlichen Verkehrs. Zu Beginn einer jeden öffentlichen Sitzung bietet eine Bürgerfragestunde die Möglichkeit für Bürger*innen sich mit ihren Anliegen, Fragen und Anregungen einzubringen.

Sitzungstermine

Bei Gemeinwesenarbeitsgruppen handelt es sich um ehrenamtliche stadtteilbezogene Arbeit, die der Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit dient. Ziel der einzelnen Arbeitsgruppen ist es, die Lebensqualität in den verschiedenen Stadtteilen zu verbessern – von Fragen der Sauberkeit, Sicherheit bis hin zur kulturellen und sozialen Entwicklung können die verschiedensten Themen besprochen werden. Auch lassen sich in den öffentlich stattfindenden Beratungen eigene Anliegen einbringen. Durch die Gemeinwesenarbeitsgruppen sollen Bürger*innen an kommunalen Willensbildungsprozessen beteiligt werden und sie zur eigenständigen Lösung von Problemen anregen. Gegenwärtig engagieren sich mehrere hundert Magdeburger*innen in 22 Gemeinwesenarbeitsgruppen aus 40 Stadtteilen für Belange aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Gegründet wurden die GWA vor über 15 Jahren, um mehr Bürgerbeteiligung zu ermöglichen und neue Impulse für ehrenamtliches Engagement zu setzen. Mit ihrem Engagement erreichen die verschiedenen Gruppen Jahr für Jahr rund 10.000 Einwohner*innen der Landeshauptstadt. Finanziert wird die ehrenamtliche Arbeit von der Kommune, die die Gelder gleichmäßig an die Gruppen verteilt. Bezüglich der Gründung einer Gruppe bedarf es mindestens fünf Vertreter*innen aus verschiedenen Institutionen, Firmen, Vereinen, freien Trägern, Initiativen, Interessenvertretungen oder einzelne Bewohner*innen des Stadtteils.

Ansprechpartner*innen der einzelnen Stadtteile im Überblick
Übersicht über die jeweiligen Stadtteilschwerpunkte
Termine der kommenden GWA Treffen

Informationen folgen.
Neben der Verwaltung des Jugendamtes bildet der Jugendhilfeausschuss den zweiten Baustein des Jugendamtes der Stadt Magdeburg. Der Ausschuss beschäftigt sich mit aktuellen Problemlagen junger Menschen und ihrer Familien in Magdeburg sowie mit der (Weiter-)Entwicklung der Jugendhilfe, mit der Jugendhilfeplanung und der Förderung der freien Jugendhilfe. Zudem bietet der Ausschuss zu Beginn einer jeden Sitzung eine Einwohnerfragestunde, in der interessierte Bürger*innen ihre Anregungen, Fragen und Probleme einbringen können.

Sitzungstermine

Sowohl der Stadtschülerrat als auch der Stadtelternrat engagieren sich für Themen, die für die Schulen der Stadt von Relevanz sind. Beide Gremien verfügen über das Recht von der Schulbehörde (Landesschulamt) und vom Schulträger (Fachbereich Schule und Sport) zu wesentlichen Fragen gehört zu werden. Hierfür erhalten sie notwendige Auskünfte von der Stadt sowie die Gelegenheit Stellungnahme zu beziehen und gegebenenfalls Vorschläge einzubringen. Weiterhin verfügt der Stadtelternrat über Rederecht im Ausschuss für Bildung, Schule und Sport. Zudem ruft der Stadtelternrat interessierte Magdeburger Eltern auf, sich im Gremium zu beteiligen.

Weitere Informationen auf magdeburg.de
Informationen zu aktuellen Vorhaben auf der Facebook-Seite des Stadtelternrates

Der StadtJugendRing Magdeburg e. V. ist der Dachverband von eigenständigen Jugendverbänden, Jugendgruppen und Jugendinitiativen in Magdeburg und vertritt Anliegen und Interessen junger Menschen. Im Stadtjugendring spiegelt sich die Vielfalt der organisierten Jugend- und Jugendverbandsarbeit mit den unterschiedlichsten Wertorientierungen wider.

Der SJR versteht sich als jugendpolitische Interessenvertretung und Bindeglied zu Öffentlichkeit, Partnern, Parlamenten, Behörden, Organisationen und Institutionen. Der StadtJugendRing sieht sich auch als Sprach­rohr und An­walt der Ju­gend­ar­beit in der Stadt Magdeburg. Zu seinen Kernelementen zählen Förderung und Erhalt von Selbstbestimmung, Selbstorganisation, Gemeinschaftssinn, demokratischer Mitverantwortung und sozialem Engagement.

Darüberhinaus bietet der gemeinnützige Verein ein JugendInformationsZentrum (JIZ) an, das als zentrale Anlaufstelle für alle Kinder und Jugendlichen in Magdeburg dient. Ziel ist die Informationsaufbereitung, -verbreitung, Beratung und Vermittlung von weiteren Angeboten für die jugendliche Zielgruppe.

Junge Magdeburger*innen, die zwischen 15 und 27 Jahre alt sind und Interesse an einer Mitarbeit haben, können sich direkt beim StadtJugendRing oder dem JugendInformationsZentrum melden.

Weitere Informationen auf sjr-magdeburg.de

Der Stadtrat wird als Gremium alle fünf Jahre von den Einwohner*innen Magdeburgs gewählt. Nach seiner Konstituierung beschäftigt sich der Stadtrat mit den kommunalen Angelegenheiten einer Stadt, debattiert und beschließt diese in seinen monatlichen Sitzungen in Form von Vorlagen des Oberbürgermeisters oder Anträgen (u.a. von Fraktionen, Ausschüssen und Bürger*innen). Dem Stadtrat Magdeburg gehören 56 ehrenamtliche Stadträt*innen an. Den Vorsitz hat Andreas Schumann (CDU/FDP/BfM) inne. Zur Information der Bürger*innen können die öffentlichen Sitzungen vor Ort verfolgt werden. Zudem bietet der Stadtrat zu jeder Sitzung zwischen 17 Uhr und 17:30 Uhr eine Einwohnerfragestunde zur Einbringung von Anregungen, Fragen und Problemen an. Im Anschluss können die Sitzungen über YouTube verfolgt oder die Ergebnisse im Protokoll nachgelesen werden.

Sitzungstermine

Sowohl der Stadtschülerrat als auch der Stadtelternrat engagieren sich für Themen, die für die Schulen der Stadt von Relevanz sind. Er stellt ein Sprachrohr für die Magdeburger Schüler*innen dar – gegenüber der Schulbehörde (Landesschulamt) und dem Schulträger (Fachbereich Schule und Sport). Ob beispielsweise die künftige Schulentwicklungsplanung oder die Ausgestaltung von Schulen – der Stadtschülerrat kann Stellung beziehen und gegebenenfalls Vorschläge für Veränderungen einbringen. Hierfür erhielt er eigens ein Rederecht im Ausschuss Bildung, Schule und Sport. Zudem ist er erster Ansprechpartner für alle Themen, die Schüler*innen bewegen.
Er setzt sich aus gewählten „Vollmitgliedern“, als auch freiwilligen „Kooptierten Mitgliedern“ zusammen. Bei den Vollmitgliedern handelt es sich in der Regel um Schulsprecher*innen oder deren Vertreter*innen. Die kooptierten Mitglieder bedürfen keiner Wahl. Es handelt sich hierbei um interessierte junge Leute, die sich einbringen möchten. Insbesondere die verschiedenen Arbeitskreise bieten hierfür Gelegenheit. Mehrmals im Monat kommen sie zusammen, um über spezifische Themen zu beraten und Aufgaben zu realisieren. Zusammengeführt werden die Arbeitskreise monatlich vom Schülerrat.

Weitere Informationen auf magdeburg.de

In einem Verein können sich natürliche oder juristische Personen freiwillig zusammenschließen, um ein bestimmtes Ziel bzw. einen bestimmten Zweck zu verfolgen. Der Verein ist dabei als längerfristiger Zusammenschluss anzusehen, dessen Mitglieder beispielsweise durch Ein- und Austritt wechseln können. Durch diese besondere Rechtsform steht den Mitgliedern mit dem Verein eine Fülle an Möglichkeiten offen. So können sie Fördergelder für Projekte und Vorhaben beantragen (was jedoch oftmals an die Gemeinnützigkeit und den Status des eingetragenen Vereins gebunden ist). Vereine können in die entsprechenden Vereinsregister eingetragen werden und den Zusatz e.V. führen, wodurch sie der staatlichen / steuerrechtlichen Kontrolle unterliegen, aber auch besseren Rechtsschutz für die Mitglieder bieten. Mithilfe verschiedener Gremien oder Einrichtungen im Verein können sich die Mitglieder an dessen Ausgestaltung beteiligen und partizipativ mitwirken. Diese Verabredung zur Zusammenarbeit ist in der Satzung geregelt. Der Verein wiederum ermöglicht es den Mitgliedern, für bestimmte Zwecke und Ziele aktiv zu werden und sich so gemeinsam an der Gestaltung von Gesellschaft zu beteiligen, wie sich beispielsweise der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club für die Interessen der Radfahrer engagiert.

Beteiligungsgremien ermöglichen die thematisch bezogene Beteiligung zu spezifischen Fragestellungen. Gremien bestehen meist aus mehreren (haupt- oder ehrenamtlichen) Mitgliedern, die Entscheidungsaufgaben, Informationsaufgaben, Beratungsaufgaben oder Ausführungsaufgaben wahrnehmen.

Kommunale Ansprechpartner


Gegen Ungerechtigkeiten / Ungleichbehandlung setzen sich die Mitarbeiter*innen des Amts für Gleichstellungsfragen ein. Im persönlichen Gespräch werden individuell zugeschnittene Lösungen entwickelt, allgemeine Empfehlungen herausgegeben oder Veranstaltungen zum Thema Chancengleichheit organisiert. Das Amt ist Teil eines stetig wachsenden Netzwerks von Organisationen, die sich vor allem für eine Gerechtigkeit im Arbeitsleben und besonders für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern einsetzen. Selbst aktiv einbringen können sich alle, die sich für dieses Thema interessieren und Hilfe anbieten wollen. Möglich wäre zum Beispiel die Übernahme einer Begleitfunktion.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Magdeburg und ihr Team stehen allen Einwohner*innen für Fragen zur Verfügung.

Weitere Informationen auf magdeburg.de

Informieren – beraten – Öffentlichkeitsarbeit leisten – den Inklusionsgedanken verbreiten. So können die Kernfunktionen des / der Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt Magdeburg zusammengefasst werden. Es ist seine bzw. ihre Aufgabe dafür Sorge zu tragen, dass die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen gegenüber politischen Gremien wie dem Stadtrat, seinen Ausschüssen und der Stadtratsfraktion Gehör finden. Auch die Stadtverwaltung berät und unterstützt der oder die jeweilige Beauftragte, um eine bedürfnisgerechte Behandlung zu erwirken. Darüber hinaus fungiert er oder sie als Ansprechpartner*in für alle Selbsthilfegruppen, Vereine, Projekte und freie Träger, die ein Angebot für Menschen mit Beeinträchtigungen anbieten. Als Koordinator*in der AG „Menschen mit Behinderungen“ ist der oder die Beauftragte stets darum bemüht zu einer Verbesserung der Barrierefreiheit und der sozialen Infrastruktur in der Stadt beizutragen.

Sprechzeiten und Kontaktmöglichkeiten
Stadtführer für Menschen mit Beeinträchtigungen

Die Kinder- und Jugendbeauftragte der Landeshauptstadt Magdeburg ist zentrale Anlaufstelle und direkte Ansprechpartnerin für Kinder, Jugendliche und Familien im Rathaus der Landeshauptstadt Magdeburg. Sie informiert über Angebote und Leistungen der Stadt für Familien. Als Initiatorin und Organisatorin eigener Projekte und Veranstaltungen setzt sie sich für die Belange der jungen Magdeburger*innen ein. Zudem koordiniert sie das Lokale Bündnis für Familie und die Arbeitsgemeinschaft „Spielraum Stadt“ Gemeinsam mit Akteuren der lokalen Kinder- und Familienpolitik organisiert sie zudem eine breite Öffentlichkeitsarbeit und bringt die Interessen, Meinungen und Wünsche der Kinder und Jugendliche in die politische Arbeit der Stadt ein.

Weitere Informationen auf magdeburg.de

Der Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Magdeburg dient als Interessenvertretung der Senior*innen gegenüber dem Stadtrat und der Stadtverwaltung. Dazu können beispielsweise während der Sprechstunden Fragen, Wünsche und Probleme an den Seniorenbeirat herangetragen werden. Das Gremium setzt zudem auch auf die überparteiliche Kooperation mit weiteren Partnern. Im Stadtrat berichten die Vertreter*innen von relevanten Entwicklungen, die die Senior*innen der Stadt betreffen. Mit seiner Öffentlichkeitsarbeit sorgt das Gremium zudem für den Wissenstransfer zwischen den Generationen sowie für das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit. Mit seiner Berichterstattung im Stadtrat macht der Seniorenbeirat auf aktuelle Entwicklungen aufmerksam und unterstützt die Stadträt*innen somit bei ihrer Planung und Entscheidungsfindung. Zudem setzt sich der Beirat auch für die adäquate Bereitstellung alters- und behindertengerechten Wohnraums in Magdeburg ein.

Weitere Informationen auf magdeburg.de


Kommunale Ansprechpartner werden seitens der Kommune eingesetzt und sind Ansprechpartner*innen für die Anliegen der Bürger*innen.

Gesetzliche Beteiligungsmöglichkeiten


Bürgerbegehren sind eine Form der direkten Demokratie in Kommunen und Gemeinden und in ganz Deutschland möglich. Das Bürgerbegehren geht immer einem Bürgerentscheid voraus. Idealtypisch finden sich Bürger*innen in einer Initiative zusammen, die ein bestimmtes Thema verfolgt. Für dieses Thema müssen innerhalb einer bestimmten Frist unterschiedlich viele Unterschriften der Einwohner*innen gesammelt werden. Das regeln die Kommunalverfassungen und Gemeindeordnungen der unterschiedlichen Bundesländer. In Sachsen-Anhalt müssen keine Fristen bei einem Bürgerbegehren beachtet werden. Die Anzahl der Unterschriften richtet sich nach der Einwohnerzahl der Kommune. In Magdeburg beispielsweise braucht es 7.500 Unterschriften, um als Bürgerbegehren anerkannt zu werden.
Ein Bürgerbehren muss eine Fragestellung enthalten, die mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Darüberhinaus muss das Begehren eine Begründung und einen Vorschlag zur Deckung der Kosten für das Vorhaben enthalten. Im Bürgerbegehren sollen bis zu drei Personen benannt werden, die berechtigt sind, die Unterzeichnenden zu vertreten.

Weitere Informationen:
§26 Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt 
(Kommunalverfassungsgesetz – KVG LSA) 
vom 17. Juni 2014

Weitere Informationen zum KVG LSA

Dem Beteiligungsbedürfnis der Bevölkerung entsprechend sind in der Mehrzahl der Gemeindeordnungen die kommunalen Partizipationsinstrumente Bürgerbegehren und Bürgerentscheid institutionell gefasst. Während das Bürgerbegehren zunächst den Antrag der Bürger*innen an eine Gemeindevertretung meint, einen Bürgerentscheid durchzuführen (also dass sie statt des Rates über eine Gemeindeangelegenheit entscheiden), bezeichnet der Bürgerentscheid die tatsächliche Abstimmung der Bürger*innen über eine kommunalpolitische Sachfrage. Die Regularien für die damit verbundenen Verfahren sind in den Gemeindeordnungen der Länder detailliert festgelegt. Bürgerentscheide räumen den Bürger*innen ein unmittelbares Mitspracherecht bei kommunalen Angelegenheiten ein und stellen so eine wirksame Form unmittelbarer Demokratie auf Lokalebene dar, die grundsätzlich allen Bürger*innen offensteht. Der erste Bürgerentscheid in der Geschichte der Landeshauptstadt Magdeburg, welcher den Wiederaufbau der Ulrichskirche zur Disposition stellte, fand im März 2011 statt.

Weitere Informationen auf magdeburg.de
Weitere Informationen bei der Bundeszentrale für politische Bildung
Weitere Informationen auf mehr-demokratie.de

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
Gemäß § 3 (1) Baugesetzbuch ist die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig über Ziele und Zwecke von Bebauungsplänen zu unterrichten und ihr dabei Gelegenheit zur Erörterung zu geben.

Alle Bürgerinnnen und Bürger sind herzlich eingeladen sich jeweils über die Planungsziele zu informieren und diese mit den zuständigen Mitarbeitern vor Ort zu erörtern.

Auf der Internetseite können Sie sich über geplante Bürgerversammlungen und Offenlegungen informieren.

Weitere Informationen auf magdeburg.de

Die UN-Kinderrechtskonvention – das Übereinkommen über die Rechte des Kindes – wurde 1990 von der UN-Generalversammlung angenommen und durch nahezu alle Staaten ratifiziert.

In der UN-Kinderrechtskonvention sind unter anderem auch so genannte Beteiligungsrechte formuliert. Kinder haben dabei das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie den freien Zugang zu Informationen und Medien. Sie haben Anspruch auf kindgerechte Informationen, Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Zudem ist die Privatsphäre und persönliche Ehre der Kinder zu schützen. Die Beteiligungsrechte regeln darüberhinaus auch ein Recht auf Freizeit und Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben.

Die entsprechenden Artikel und ihre konkreten Inhalte sind in den Artikel 12-17 sowie im Artikel 31 verfasst.

Weitere Informationen auf unicef.de

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Fragen der Kinder- und Jugendhilfe ist im § 8 (Beteiligung von Kindern und Jugendlichen) des Sozialgesetzbuch (SGB VIII) geregelt.

Der Paragraf regelt, dass Kinder und Jugendliche „entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen“ sind (Absatz 1). Zudem können sich Kinder und Jugendliche „in allen Angelegenheiten der Erziehung und Entwicklung an das Jugendamt“ wenden (Absatz 2). In Not- oder Konfliktlagen können sie sich zudem ohne Kenntnis des Personensorgeberechtigten beraten lassen, wenn durch diesen der Beratungszweck vereitelt würde (Absatz 3).

Weitere Informationen


Gesetzliche Beteiligungsmöglichkeiten können von Bürger*innen oder der Verwaltung angeschoben werden bzw. sichern sie die Möglichkeit zur Beteiligung per Gesetz.

Beteiligungsmethoden


Diese Großgruppenmethode lässt sich mit „wertschätzende Befragung“ übersetzen und stellt das Interview in den Kern der Arbeit. Dabei sollen durch die Wahrnehmung, die Wertschätzung und die Würdigung vorhandener Ressourcen, Potentiale und Werte der Menschen Entwicklungen anstoßen. Ziel ist es, Geschichten zu erzählen und dabei neugierig zu sein. Dabei werden aber auch aus vorhandenen Schwierigkeiten die Ressourcen abgeleitet, die geholfen haben, die Schwierigkeiten zu überwinden. Folgende Leitgedanken spielen dabei eine besondere Rolle:

  • AI arbeitet immer zu etwas hin und nicht von etwas weg
  • Organisationen werden zu dem Bild, das sie sich selbst von sich machen
  • das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, nimmt zu.

Die Methode verläuft dabei in 5 Phasen:

  1. Entscheidung, an welchem Thema gearbeitet werden soll
  2. Discovery: Erforschung der Ressourcen in einem System mit Interviews
  3. Dream: Zukunftsbild oder Vision wird mit kreativen Methoden erarbeitet
  4. Design: Realistischer Entwurf für die zukünftige Situation – Leitgedanken werden entworfen und die größten Herausforderungen formuliert
  5. Destiny: Planung der ersten Schritte für die Umsetzung

Weitere Informationen auf fritzwalter.com
Weitere Informationen auf unternehmensberatung.de

Open Space ist eine Methode der Großgruppenmoderation, die eine Beteiligung von vielen Menschen ermöglicht und Raum schafft, eine Vielzahl unterschiedlicher Ideen deutlich zu machen. Ein Open Space ist thematisch offen, steht aber immer unter einer sehr offen formulierten Überschrift (z.B.: „Die Stadt in 20 Jahren“ oder „Jugend an die Macht“). Die Inhalte werden von den Teilnehmer*innen bestimmt. Sie geben inhaltliche Ideen, zu denen sie sprechen möchten, in das Plenum und bieten eine Arbeitsgruppe an, zu der sich Menschen zuordnen können. So entsteht ein großer „Themenmarktplatz“ der die Vielfalt im Planum abbildet. Vielfalt ist einer der wichtigsten Aspekte des Open Space: Die Teilnehmerzusammensetzung sollte so breit wie möglich sein: unterschiedliche Berufs- oder Altersgruppen genauso wie Entscheidungsträger*innen und „Otto Normal“ – dann entsteht Dynamik, die zu tollen Ergebnissen führt.

Weitere Informationen auf agonda.de
Weitere Informationen auf partizipative-qualitaetsentwicklung.de

Die Methode des World Café basiert darauf, dass in lockerer Atmosphäre die besten Ideen für eine Sache entstehen. Sie bedient bewusst das Bild eines „Cafés“, um dort über wichtige Themen zu sprechen. Dazu befinden sich in einem Raum mehrere große Tische, die mit einem großen Blatt Papier und Stiften belegt sind. Auf jeder „Tischdecke“ stehen Themen, die die Gruppe, die sich um die Tische versammelt, bearbeiten soll. Alle Gedanken und Ideen, die in der Diskussion entstehen, werden von den Teilnehmer*innen auf den Tischdecken festgehalten. Nach einer gewissen Zeit wechseln die Teilnehmer*innen zu einem anderen Tisch und bearbeiten ein weiteres Thema.

Im Kern geht es darum, vielfältiges Wissen zu einem Hauptthema zusammenzutragen und auch die einzelnen Thementische vernetzt weiterzudenken. Die Vielfalt der Teilnehmer*innen ist Trumpf, um mit möglichst vielen Perspektiven auf ein Thema zu schauen. Mittels wiederholter Durchmischung entstehen neue und gegenseitig bereichernde Anregungen.


Beteiligungsmethoden sind vielfältige Werkzeuge, die in Beteiligungsprozessen eingesetzt werden können, um Ideen zu entwickeln, Austausch zu fördern oder Entscheidungen herbeizuführen.

Eigene Aktivitäten starten


Bei der politischen Ausdrucks- und Beteiligungsform der Demonstration (lat. demonstratio = das Hinweisen) handelt es sich um eine öffentliche Kundgebung, die der öffentlichkeitswirksamen Unterstützung von Meinungen und Forderungen oder dem Ausdruck politischen Protests dient. Rechtliche Grundlage bilden die Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit. So haben grundsätzlich alle Deutschen das Recht, sich „friedlich und ohne Waffen zu versammeln“ (Art. 8 GG). Zusätzlich gibt das Versammlungsgesetz Regularien (Anmeldung usw.) vor. Demonstrationen können Ventil und Mittel zur Einflussnahme sein, indem deren Teilnehmer*innen ihre Unzufriedenheit über Handlungen und Leistungen der Politik offenlegen und Forderungen nach Veränderungen und Reformen artikulieren. Dabei sind die Formen und Aktionen von Demonstrationen vielfältig: Menschenketten, Kundgebungen, Schweigemärsche, Mahnwachen, Protestaktionen wie Sitzstreiks oder -blockaden. Ebenso groß ist das Spektrum der Themen, die Anlass zu einer Demonstration geben: Friedensthematik, studentische Anliegen (z.B. gegen Studiengebühren, für bessere Studienbedingungen), Proteste von Belegschaften gegen Stellenabbau oder kommunale Themen (z.B. Stadtsanierung, Verkehrsplanung) u.v.m.

Regularien für Demonstrationen auf magdeburg.de
Weitere Informationen bei der Bundeszentrale für politische Bildung

Vorhaben verschiedenster Art können beispielsweise durch Projekte umgesetzt werden. Weitere Möglichkeiten auf Themen aufmerksam zu machen, sind Kampagnen und Flashmobs bzw. Smart Mobs. Ähnlich wie Projekte sind auch Kampagnen zeitlich befristete Aktionen mit einem klar definierten Ziel. Sie werden in der Regel geplant und koordiniert umgesetzt und entstammen dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Kampagnen können in unterschiedlichen Formen auftreten, beispielsweise als PR-Kampagnen, Medienkampagnen oder Wahlkampagnen. Grundsätzlich können drei Arten unterschieden werden: Aktionskampagnen, Informationskampagnen und Imagekampagnen. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie zur Durchsetzung von Zielen auf unterschiedliche Kanäle (Flyer, Postkarten, Online, TV, Aktionen im öffentlichen Raum uvm.) zurückgreifen und insbesondere durch den Mix vielfältig präsent sind, um die jeweiligen Themen zu platzieren.

Flashmobs hingegen sind oftmals weniger langfristig, müssen jedoch auch koordiniert und kommuniziert werden. Unter einem Flash Mob versteht man allgemein einen scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen. Die Verabredung der Teilnehmenden erfolgt beispielsweise über Online-Communities, Weblogs oder E-Mail-Kettenbriefe. Darin werden neben Zeit und Ort auch mögliche Ziele des Mobs und Aktionen vor Ort ausgetauscht. Zur vereinbarten Zeit findet sich der Mob am vereinbarten Ort zusammen. So blitzartig wie sich die Mob-Bildung vollzieht, verschwindet dieser auch wieder relativ schnell. Oftmals werden Flash Mobs auf den ersten Blick als sinn- und inhaltslos angesehen – sie können jedoch auch klar definierte politische, soziale oder weltanschauliche Botschaften verfolgen. In diesem Fall werden sie als Smart Mob angesehen.

Um beispielsweise als Interesseninitiative, Gruppe oder als Verein konkret Themen umzusetzen zu können, können eigene Projekte initiiert werden. Projekte kennzeichnen sich durch das Aufgreifen eines konkreten Anliegens – beispielsweise eines Problems, das sie zu verändern suchen (Projekte setzen sich ein Ziel). Sie sind zudem durch einen festen Anfangs- und Endpunkt gekennzeichnet (Projektlaufzeit) und verfügen meist über begrenzte bzw. gesetzte Ressourcen. Die Ausgestaltung und der Charakter können vielfältig sein – ob als intergeneratives Begegnungsprojekt, mit dem Wünsche von Menschen verschiedener Altersklassen für die Stadtteilentwicklung abgeholt werden sollen oder auch als Workshop-Reihe mit Ideen-Café, in dem sich die Teilnehmenden an der Gestaltung einer konkreten Problemlösung beteiligen können. Wichtig ist vor allem, sich bereits im Voraus Gedanken um die Planung (Ressourcen, Inhalte, Öffentlichkeitsarbeit etc.) zu machen. Dabei können beispielsweise lokale Freiwilligenagenturen oder andere Vereine, die bereits Erfahrung in der Projektarbeit haben, gute Anlaufstellen für Know-how und Unterstützung sein.

Weitere Informationen auf freiwilligenagentur-magdeburg.de


Neben den beschriebenen Möglichkeiten zur Beteiligung können auch eigene Ideen und Projekte auf den Weg gebracht werden.

Material, Projektbeispiele, Netzwerke


Die Publikation „Kommunalpolitik verstehen: für junges Politikverständnis“ von der Friedrich-Ebert-Stiftung bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Kommunalpolitik im eigenen Umfeld zu verstehen. Dabei erklärt die Broschüre übersichtlich und verständlich, wie Kommunalpolitik funktioniert und welche Rolle sie in der politischen Landschaft spielt. Dabei geht es unter anderem um die Aufgaben einer Kommune und die Frage, welche Personen an deren Erfüllung beteiligt sind. Um die Beteiligung von jungen Menschen zu stärken setzt die Broschüre genau hier an, indem sie eigene Beteiligungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene eröffnet und darstellt. Ein Verzeichnis mit den wichtigsten Begriffen bietet zudem einen Überblick für das bessere Textverständnis. Die Publikation möchte den Anstoß mit der weiteren Auseinandersetzung geben.

Weitere Informationen in der Broschüre

Das Netzwerk Bürgerbeteiligung sieht die Partizipation von Bürger*innen an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen als elementaren Grundpfeiler der Demokratie. Aus diesem Grund hat sich das Netzwerk das Ziel gesetzt, der politischen Beteiligung in Deutschland dauerhaft mehr Gewicht zu verleihen und sie auf allen Ebenen (Bund, Land, Kommune) zu stärken. Im Netzwerk werden daher auch (neue) Wege zur Umsetzung und Förderung von Bürgerbeteiligung gesucht und diskutiert. Um möglichst vielfältig aufgestellt zu sein, setzen sich die Mitglieder aus verschiedenen Akteuren unterschiedlicher Bereiche zusammen und beleben das Netzwerk mit ihrem Engagement. Über seine Internetseite bietet das Netzwerk die neuesten Informationen und Ansätze zum Thema Bürgerbeteiligung sowie zu seinen unterschiedlichen Aktivitäten.

Weitere Informationen auf netzwerk-buergerbeteiligung.de

Organisiert von der Stiftung Mitarbeit mit Sitz in Bonn entstand dieses Datenbank-Projekt. Ziel ist die Förderung von Bürgerbeteiligung, Aktivitäten zur Selbsthilfe und bürgerschaftlichem Engagement. Es handelt sich um eine vom Bundesministerium des Inneren geförderte parteipolitisch unabhängige Gemeinschaft von Personen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Auf der Internetseite werden Informationen, Materialien und weiterführende Internetangebote gesammelt und bereitgestellt. Dabei gibt es drei Handlungsfelder: mitgestalten, mitentscheiden und mitteilen. Interessierte Personen können Einrichtungen, Organisationen oder Institutionen finden, bei denen sie sich gern selbst engagieren würden, aber auch Inhalte nutzen, um selbst ein Projekt in Gang zu bringen. Dabei wird auf unterschiedliche Themenbereiche, wie Bürgerbeteiligung in der Kommune und auf dem Land eingegangen und mögliche Beteiligungsoptionen aufgeführt.

Weitere Informationen auf buergergesellschaft.de
Weitere Informationen zur Stiftung Mitarbeit


Für zusätzliche Informationen zum Thema Beteiligung existieren weitere Netzwerke, Publikationen und Informationsangebote. Eine Auswahl ist hier zusammengefasst.